Stadtaneignung/Stadtverwundern Brandenburg 7.- 28.7.2017 Kunsthalle Brennabor

 

Die Stadt mit fremden Augen sehen, nicht die Steine, sondern das kaum Sichtbare ihrer Nutzung. Orte zum Treffen, Plätze zum Träumen, Räume mit Potenzial für Neues. Wegeverbindungen. Sichtachsen. Touristenpfade.
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stadtverwundern

Ein Projekt des Kulturbeirates der Stadt Brandenburg an der Havel

Der Katalog mit ca. 50 Beiträgen ist für 10,-€ in der Kunsthalle Brennabor sowie in der Wichernbuchhandlung erhältlich.

 

 

 

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Ländliche Bodenbearbeitung

10-2012 006

Was verbirgt sich hinter der bunt bemalten Leichtbauhalle in der Mötzower Landstraße?

Brandenburg, das ist die Havel mit ihren Seitenarmen, das sind die Kanäle und die Seen. Es gibt 58 Brücken, die alles miteinander verbinden.

Wir wurden in den 90iger Jahren des letzten Jahrhunderts aufgeschreckt: „Das Grundwasser in der Mötzower Vorstadt ist mit gefährlichen Schadstoffen verunreinigt, die auch in den Beetzsee fließen“. So bedrohlich klang es, nachdem man die Hinterlassenschaft des Chemiehandels Potsdams genauer untersucht hatte.

Nun weiß ich, hinter der nett anzusehenden Fassade ist eine aufwendige Technologie installiert, mit deren Hilfe das Grundwasser gereinigt werden soll bis das bedrohliche Schreckgespenst der Umweltverschmutzung „verjagt“ ist.

Eleonore Strobach

Bahnhof

DSCF0731Stahlstadt Brandenburg: Die Fahrstuhl Brücken Treppen Installation   Grenze zwischen Stadt und Land, Wochentag und Wochenende, Tag- und Nachtleben

Ein Ort des sinnlichen Übergangs

Die ursprüngliche Bebauung ist großteils abgebrochen, die bläulich-graue Stahlkonstruktion ist stehen geblieben: monumental recken sich die Türme ins Abendlicht. Die Aussichtsbrücke wird mit mehr und mehr Schutzwällen gegen Zerstörung umgeben: Bleche gegen Flaschen und Steine, die auf den darunter befindlichen Schienen landen, Barken und Bauzäune weisen Benutzer zurück.

Ein Ort der Veränderung

Die beiden Fahrstühle führen ein eigenes Leben, selten ein synchrones Paarverhalten: oft fällt einer aus, manchmal beide. Länger als fünf Tage die Woche hält das Fahrstuhlduo nicht durch, spätestens Montag sind beide vom Wochenende total gestreßt und machen schlapp. Inzwischen komplett fensterlos ist die Fahrstuhlkabine besonders am Wochenende vor Mißbrauch nicht geschützt. Der Verdreckungsgrad der Edel-Stahl-Kabinen ist am Morgen danach enorm, der Geruch stechend-gesprächsanregend, die gemächliche Fahrtzeit überdauert er penetrant.

Constanze Kreiser