Bootshäuschen am Domstreng

hausausschnitt

 

Mit der Nase an der Havel und dem Rücken zum Dom.  Das verträumte Bootshäuschen am Domstreng lässt uns sinnieren darüber, was es zu erzählen hätte und was aus ihm bald werden könnte. Für uns war es, ungeachtet  des Namens, immer ein alte Backhäuschen, in dem die Bewohner der Dominsel im Mittelalter zusammen Brot, Kuchen und zu Festtagen Plätzchen buken. Die Gaukler und fahrenden Sänger bekamen die knusprigen Kanten und spielten zum Dank muntere Musik für die Backleute. Während wir selbst auf der Wiese gegenüber unsere mitgebrachten Keksen vom Altstadtbäcker knabbern, malen wir uns das bunte Treiben aus.

Und sind insgeheim froh, dass es noch unbehelligt vom Baugeschehen ringsum dasteht. Wie schön, dass es sie noch gibt, diese vergessenen Fleckchen aus vergangenen Zeiten, von etwas verblichener, bröckelnder Schönheit,  dazu geeignet, Phantasien anzuregen.

Synnöve Pogadl

 

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s