Bahnhof

DSCF0731Stahlstadt Brandenburg: Die Fahrstuhl Brücken Treppen Installation   Grenze zwischen Stadt und Land, Wochentag und Wochenende, Tag- und Nachtleben

Ein Ort des sinnlichen Übergangs

Die ursprüngliche Bebauung ist großteils abgebrochen, die bläulich-graue Stahlkonstruktion ist stehen geblieben: monumental recken sich die Türme ins Abendlicht. Die Aussichtsbrücke wird mit mehr und mehr Schutzwällen gegen Zerstörung umgeben: Bleche gegen Flaschen und Steine, die auf den darunter befindlichen Schienen landen, Barken und Bauzäune weisen Benutzer zurück.

Ein Ort der Veränderung

Die beiden Fahrstühle führen ein eigenes Leben, selten ein synchrones Paarverhalten: oft fällt einer aus, manchmal beide. Länger als fünf Tage die Woche hält das Fahrstuhlduo nicht durch, spätestens Montag sind beide vom Wochenende total gestreßt und machen schlapp. Inzwischen komplett fensterlos ist die Fahrstuhlkabine besonders am Wochenende vor Mißbrauch nicht geschützt. Der Verdreckungsgrad der Edel-Stahl-Kabinen ist am Morgen danach enorm, der Geruch stechend-gesprächsanregend, die gemächliche Fahrtzeit überdauert er penetrant.

Constanze Kreiser 

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Altstadt und Neustadt

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Zwei Städte, ein Name, Stärke durch die Zweisamkeit und doch häufig Streit untereinander: Fast scheint es, noch heute liegt diese mittelalterliche Glocke über der Stadt. Etwas brüchig vielleicht, mit Lücken und Rissen und Alterserscheinungen, aber erkennbar.

Sternstunde, als man in den ZWISCHENRAUM, mitten in die Havel, den Schöppenstuhl setzte!

Ist nicht das DAZWISCHEN das wirklich Tragende, das, was die Seele unserer Stadt ausmacht? Zwischen den Häusern, auf der Straße und auf dem Wasser, auch im Forst und im Park sind wir Brandenburger in unserer eigenen, uns gehörenden Stadt.

„Öffentlicher Raum“ heißt das heute.
Wir sollten ihn uns nicht verderben lassen, von nichts und niemandem.

Jeanette Goldmann